20. Februar 2017

Das leidige Thema der Arbeitszeugnisse

Unser heutiger Blogartikel beschäftigt sich mit dem Thema was Arbeitszeugnisse beinhalten müssen, denn oftmals wird hier in vielen Organisationen und Unternehmen ziemlich willkürlich gehandelt. Das Arbeitszeugnis oftmals umgangssprachlich auch als Armutszeugnis bezeichnet hat es in sich, denn oftmals prallen zwei Welten aufeinander. Insbesondere in angespannten Arbeitsverhältnissen werden die guten Leistungen des Arbeitnehmers von Seiten des Arbeitgebers schlechter dargestellt. Es fehlt wie so oft der gegenseitige Respekt. Wie es dazu kommen kann, dass sich die Fronten verhärten und der Respekt verloren geht, können Sie in unserem Blogartikel über Konflikte am Arbeitsplatz nachlesen.

Respektvoller Umgang ist wichtig, Quelle: Pixabay.com

Was gehört denn in ein Arbeitszeugnis?

Folgende Bestandteile sollte ein Arbeitszeugnis enthalten:

  • Name der ausstellenden Firma
  • Titel „Arbeitszeugnis“ oder „Zwischenzeugnis“
  • Vorname, Name, Geburtsdatum sowie eventuell Heimatort oder Staatsangehörigkeit
  • Funktion und Beschäftigungsgrad
  • Dauer des Arbeitsverhältnisses (Ein- und Austrittsdatum)
  • wichtigste Tätigkeitsbereiche und spezifische Projekte
  • eine qualitative Beurteilung Ihrer Leistungen, Fähigkeiten und Ihres Verhaltens
  • den Grund für die Ausstellung des Arbeitszeugnisses
  • eine Schlussfolgerung mit Dank und Wünschen für die Zukunft und allfälligen Sonderklauseln, zum Beispiel Vertraulichkeit oder Wettbewerbsverbot
  • Ausstellungsdatum
  • Unterschrift des direkten Vorgesetzten bzw. der Personalchefin oder des Generaldirektors, je nach Gepflogenheiten innerhalb der Firma

Diese Liste haben wir von Manpower.ch übernommen. Sie finden in diesem interessanten Artikel zudem Hinweise zu Themen wie Informationen, die Ihnen schaden können und zu zweideutigen Formulierungen. Grundsätzlich sollten Sie bei Verdacht auf weggelassene Bewertungen und böswilligen Intentionen direkt auf Ihren Arbeitgeber zu gehen und diesen darauf ansprechen. Dies natürlich im Hinblick auf die Situation in der Sie sich mit ihm befinden, denn hängt der Haussegen erst einmal schief, wird Ihnen der Arbeitgeber aus Prinzip nicht entgegen kommen wollen. Sie sind also anschliessend genötigt und sollten unbedingt rechtliche Schritte einleiten, denn ein boshaft ausgestelltes Arbeitszeugnis kann Ihnen teuer zu stehen kommen und Steine in den Weg legen.

Die gängigsten Arbeitszeugnisformulierungen

Ein paar gängige Übersichten über die sogenannte Arbeitszeugnissprache und dessen spezielle Formulierungen finden Sie auf folgenden Webseiten:

Dies sind ein paar hilfreiche Ratgeber, die Sie sich genauer ansehen sollten, zum Beispiel wenn Sie bestimmte Formulierungen stutzig machen oder Sie bestimmte Fragen zu Formulierungen haben.

Absolute No-Gos bei der Arbeitszeugnis Erstellung

Hier eine kurze Übersicht über No-Gos, die leider oftmals gängige Praxis sind und von bestimmten Arbeitgebern immer noch angewendet werden. Von solchen Methoden und Praktiken haben wir gehört und raten Ihnen ab, davon Gebrauch zu machen.

  • Arbeitnehmer erhalten kein Zwischenzeugnis, obwohl sie es schon lange angefragt haben. Gründe können verschieden sein, meistens will der Arbeitgeber aber kein Zwischenzeugnis ausstellen, weil er Angst hat, dass der Mitarbeitende ihn daraufhin verlassen wird.
  • Arbeitszeugnisse werden als Retourkutsche verwendet, um es dem Arbeitnehmer noch mal so richtig zu zeigen, wer das Sagen hat (insbesondere in konfliktüberzogenen Kontexten).
  • Die Leistung des Arbeitnehmers wird schlechter dargestellt als es tatsächlich der Fall gewesen ist.
  • Bestimmte Bestandteile des Arbeitszeugnisses fehlen (z.B. Gesamtbeurteilung Leistung / Gesamtbeurteilung Verhalten).
  • Arbeitgeber droht den Arbeitnehmern, dass die Zeugnisformulierungen schlecht ausfallen werden, wenn sie nicht selber kündigen.

Welche Software gestützten Anbieter gibt es, die Sie bei der Erstellung von Arbeitszeugnissen Unterstützung anbieten?

Damit Ihnen die Erstellung der Arbeitszeugnisse leichter fällt, können Sie sich unter verschiedenen Anbietern schlau machen. Im Kontext der Mehrsprachigkeit können Sie sich dabei folgende Anbieter näher ansehen:

Dies sind die wohl gängigsten Anbieter für die Software gestützte Arbeitszeugniserstellung in der Schweiz. Wobei der unten stehende Anbieter erst seit kurzem auf dem Markt vertreten ist. Eine gute Evaluation der verschiedenen Anbieter ist also lohnenswert und zahlt sich am Ende für Sie aus.

Schlussbemerkung – Arbeitszeugnisse haben es in sich

Arbeitszeugnisse haben es in sich und insbesondere im Personalmanagement / Human Resources Management tätige Personen sollten ein genaues Gespür haben, was bestimmte Zeugnisformulierungen einem Menschen anrichten können. Es gilt dabei abzuwägen, wie die Formulierungen für Verhalten und Leistung ausfallen, insbesondere wenn es einen Konflikt gegeben hat. Das „Draufhauen“ und es damit der „fehlbaren“ Person noch einmal so richtig zu zeigen, sollte im Personalmanagement keine gängige Praxis sein und wir raten Ihnen im Sinne der Mitmenschlichkeit zwingend davon ab. Zudem sollten Sie stets Zeugnisratgeber, Zeugnistools und die neusten Erkenntnisse beim Erstellen der Arbeitszeugnisse miteinbeziehen.

 

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