15. Januar 2017

Was Sie über Lohntransparenz wissen sollten

Der heutige Blogartikel beschäftigt sich mit dem Thema Lohntransparenz und was Sie darüber wissen sollten. In vielen Unternehmen ist das Thema Lohntransparenz ein Tabuthema, dies hat unterschiedliche Gründe, die unter anderem in der Natur des Menschen versteckt sind. Viele wollen keine offene Lohnkultur, in der jeder von jedem weiss, was man verdient. Dies vor allem in Hinblick auf potentielle Konflikte die daraus entstehen könnten. So verdienen Frauen in vielen Branchen bei gleicher Arbeit weitaus weniger als Ihre männlichen Arbeitskollegen. Das Portal Lohntransparenz.ch geht davon aus, dass Frauen in der Schweiz im Durchschnitt ca. 20% weniger verdienen. Natürlich gibt es auch Bereiche wo die Frauen mehr verdienen. Sie können dies herausfinden, wenn Sie die Website einmal näher betrachten. Die Lohnangaben werden dabei von den Benutzern der Plattform eingegeben und anschliessend mittels einer zweistufigen Analyse geprüft. Für weitere detailliertere Informationen besuchen Sie die Website von Lohnanalyse.ch.

CHF Banknoten: Quelle, Pixabay.com

Aber das Thema Lohntransparenz betrifft ja nicht nur die Unterschiede zwischen Frau und Mann, sondern viele andere Bereiche des Arbeitslebens. So spricht man in vielen Organisationen generell sehr ungern über dieses Thema und versucht es zu verdrängen. In der Schweiz wird über das Thema Salär genauso wenig gesprochen, wie über das Bankgeheimnis, meint Remo Schmid, Partner bei PricewaterhouseCoopers und Leiter des Bereichs Vergütungsberatung in der Romandie in einem Artikel der Handelszeitung aus dem Jahr 2011. Dass das Thema ein hoch brisantes ist, zeigt was in Norwegen nach der Veröffentlichung der Gehälter im Jahr 2001 passiert ist. So stiegen die Löhne der Niedrigverdiener landesweit um fast 5%, weil viele quasi über Nacht sehen konnten, inwieweit Sie eine faire bzw. unfaire Entlohnung erhalten haben. Interessant ist auch die Tatsache, dass es in Schweden bereits seit 1766 eine Lohntransparenz gibt, die zudem jederzeit öffentlich einsehbar ist. Weitere Informationen finden Sie in diesem interessanten Artikel der Zeit.

Auch hierzulande gibt es sie, die Organisationen und Unternehmen die auf Lohntransparenz setzen und für die es wichtig ist, dass das Thema Lohn thematisiert wird. So gibt es beim Unternehmen Metron Verkehrsplanung eine jährliche Sitzung, an der offen das Gehalt für das kommende Jahr besprochen wird, egal ob Chef oder Sacharbeiter, alle sind dabei gefragt. Zudem gibt es mit dem IT Unternehmen Ergon Informatik AG einen weiteren Vorreiter in Sachen Lohntransparenz, die sich anscheinend auch sehr positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt, wie Sie es z.B. auf Kununu vergleichen können. Ein ganz klarer Vorreiter in Sachen Lohntransparenz, dies vor allem aus dem Verständnis einer gerechteren Welt, ist die Alternative Bank Schweiz (ABS). Hier verdient der CEO „nur“ dreieinhalb mal so viel wie ein Mitarbeitender aus dem Zahlungsverkehr. Weitere Informationen zur Lohngerechtigkeit bei der ABS finden Sie auf dem Beobacher.ch aus dem Jahr 2002.

Wer wirklich faire Löhne einführen will, der sollte sich mit einer Arbeitsbewertung wie von ABAKABA auseinandersetzen und sich entsprechenden Rat einholen. Denn nichts ist am Ende aussagender als die einzelne Bewertung der verschiedenen Tätigkeiten, je nach Anforderungs- und Verantwortungsgrad. Ein gutes auf die Schweiz bezogenes Pro und Kontra zu Lohntransparenz finden Sie auf dem Finews Portal. Hier vor allem auf die Finanz- und Bankenbranche zugeschnitten, in der es ja bekanntlich sehr gewaltige Unterschiede gibt bei der Vergütung und von daher wird das Thema von vielen aus dieser Branche eher mit Argwohn betrachtet.

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