30. März 2017

Neue Ansätze im Performance Management

Haben Sie sich auch schon oft gefragt, was es mit dem jährlichen Performance Management Gespräch auf sich hat und wieso es oft immer wieder zu unguten Gefühlen führt, wenn dieses, in den meisten Fällen, einmal jährlich stattfindende Gespräch ansteht? Unser heutiger Blogartikel beschäftigt sich diesem Performance Management Prozess oder auch Leistungsbeurteilungsgespräch genannt, und den damit oft mit in Verbindung gebrachten Themen Bonus und Compensation (Vergütung). Denn oft vermischen sich diese Themen in diesem Prozess, und die eigentliche Aufgabe dieses Gesprächs gerät viel zu oft in den Hintergrund oder wird gar vergessen. Es ist von daher ratsam, sich einmal mit den neuen Konzepten und Herangehensweisen zu beschäftigen, statt einen Standardprozess zu verfolgen, der am Ende das eigentliche Thema vernachlässigt.

Neue Ansätze im Performance Management sind wichtig, Quelle: Pexels.com

Der Ansatz des kontinuierlichen Feedbacks im Performance Management

In vielen Unternehmen wird heute projektbasiert gearbeitet, oftmals auch abteilungsübergreifend und in komplexen Matrixorganisationen. Diese Strukturen fliessen in vielen Unternehmen oft nur selten in die jährliche Leistungsbeurteilung ein. Dabei sollte dies ebenso Teil der Gesamtbeurteilung sein, auch wenn der zuständige Vorgesetzte nicht der direkte Manager gewesen ist. Dies hat den Grund, dass diese Leistungen nicht gebührend gewürdigt werden. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, dass innerhalb von Organisationen mit kontinuierlichen Feedback gearbeitet wird. Die neusten Erkenntnisse im Performance Management gehen davon aus, dass es sich die meisten Mitarbeitenden wünschen, kontinuierlich eine Rückmeldung zu erhalten. Und dies im positiven wie auch im negativen Sinne. Einen lesenswerten Beitrag finden Sie auf der Website von Questback. In dem Beitrag, wird unter anderen über die Einführung von kontinuierlichen Feedback bei Accenture und dem britischen Radrennstall Sky berichtet. Interessant ist dabei die Tatsache, dass die Sky Radfahrer mittels einer Mobile App, die Möglichkeit haben, ihre eigene Leistung zu bewerten. Diese Bewertung dient anschliessend als Grundlage für die regelmässig stattfindenden Feedbackrunden mit dem Teamleiter. Bei Accenture kam die Wende hin zum kontinuierlichen Feedback, weil sie festgestellt hatten, dass die jährlichen Feedbackrunden zu langatmig und nichts aussagend waren. Zudem waren die Erkenntnisse aus den jährlichen Performance Management Gesprächen, insbesondere in der heutigen Zeit der Digitalisierung, von geringem Nutzen, da diese oftmals schon nicht mehr aktuell waren. Deshalb haben sie sich seit kurzem entschieden, regelmässige Feedbackrunden einzuführen.

360 Grad Feedbacks richtig machen
Dass es das 360 Grad Feedback schon lange gibt, das sollte nichts Neues sein. Jedoch wird es leider oft nicht richtig angewandt. Dabei ist die interne und externe Sicht bei der Beurteilung einer Person sehr wichtig und sollte bei der Gesamtbeurteilung unbedingt beachtet werden. Wichtig beim Feedback geben ist, dass es vor allem die positiven Eigenschaften einer Person bestätigen soll, natürlich sollen auch die eher negativen Eigenschaften angesprochen werden, jedoch sollte die Betonung dabei immer eine positive Gesamtausrichtung haben. Einen interessanten Artikel über positive Rückmeldungen finden Sie in diesem Beitrag von Dr. Julia Belke. Da dieses Thema generell nicht einfach ist, sind vor allem die zuständigen Linienmanager gefragt, sich derartige Kommunikationsfähigkeiten anzueignen. Dies sollte der Human Resources Abteilung / Personalmanagement Abteilung bewusst sein und gezielt in diese didaktische Weiterbildung der Vorgesetzten investieren.

360 Grad Feedback richtig ausüben, Quelle: Pexels.com

Was ist der beste Mix im Performance Management

Unserer Meinung ist das derzeit beste Vorgehen, ein Mix aus kontinuierlichen und jährlichen Feedback. Denn es erweist sich als eine gute Lösung, wenn beide Konzepte Beachtung finden. Insgesamt ist wichtig, dass das Feedback auch als solches ankommt, und nicht im Sinne des jährlichen Bonus und Compensation Gesprächs untergeht. Die dabei zu beachtenden Formen, wie etwas gesagt wird und wann es angesprochen werde soll, können Sie im Beitrag von Dr. Julia Belke nachlesen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass auch bei negativen Feedback die positive Absicht dahinter erkennbar sein sollte, denn im Performance Management sollte es darum gehen, dass die positiven Seiten der Mitarbeitenden gestärkt werden, so dass diese die weniger guten Seiten aus eigenem Antrieb verbessern können.

Welche HR Software Anbieter sind im Performance Management innovativ

Beim Thema Innovation gibt es die einen oder anderen HR Software Anbieter, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben und als Vordenker agieren. Einen guten ersten Überblick finden Sie zum Beispiel auf G2Growd, da dies eine amerikanische Plattform ist, die leider fast keine Referenz zu deutschsprachigen Anbietern auflistetet, lohnt es sich, auch noch andere Portale miteinander zu vergleichen. Grundsätzlich ist es lohnenswert, über den eigenen bekannten Tellerrand hinaus zu blicken und sich anderweitig zu erkundigen. Genügend Portale und Anbieter gibt es mittlerweile. Es heisst also eine gute Recherche anzustellen oder sich beraten zu lassen. Wichtig ist ja bei dem Thema Performance Management, dass Sie sich an einen Anbieter wenden, der damit Erfahrung hat und mit dem Sie eine Software Lösung einführen, die langfristig Ihre HR Prozesse erfolgreich begleitet.

Unser Fazit: Performance Management wird sich in Zeiten der Business Transformation und Digitalisierung ändern müssen

Unserer Meinung nach ist es vor allem in der heutigen Zeit wichtig, dass die neuen Ansätze im Performance Management, insbesondere im Hinblick auf das kontinuierliche Feedback, Einzug halten in die Unternehmen. Hier ist das HR gefragt, dies an die Geschäftsleitungen heran zutragen und diese davon zu überzeugen, wieso diese Veränderung sinnvoll ist. Denn der fortschreitende technologische Wandel führt immer mehr dazu, dass sich viele Geschäftsbereiche schnelllebiger ändern werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben! Von daher sind neue Herangehensweise im Performance Management ratsam und sollten nicht mit verschlossen Augen betrachtet werden. Es gilt von daher die Augen offen zu halten und sich so rasch wie möglich mit diesem Thema näher zu beschäftigen.

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